Fattoria Le Caprine

Fattoria Le Caprine


Die Fattoria Le Caprine in wenigen Zeilen zu beschreiben, ist keine leichte Aufgabe. Ein Ausdruck, der die Idee zumindest ansatzweise wiedergeben kann, ist: drei junge Leute und ein Traum. Der Traum entstand auf der Schulbank, genauer gesagt während unseres Zootechnik-Studiums in Mailand, als wir von unserem zukünftigen Betrieb fantasierten. Hier entstand die Begegnung mit den Ziegen und hier die "erste Liebe". Die Ziege ist stolz, eigensinnig und liebt die Freiheit und das frische Gras. Wir sagten uns: das ist das Tier, das wir züchten werden, wir werden Ziegenhirten sein, und um das zu tun, werden wir nach der Umgebung suchen, in der sie sich im tiefsten Sinne des Wortes wohlfühlen können. Im Jahr 2016 fanden wir auf unserer Suche einen Bauernhof in der Toskana. Ehrlich gesagt, wurde uns sofort klar, dass die für die Restaurierung notwendige Arbeit immens war, aber es war der perfekte Ort für unser Zucht- und Käsereiprojekt. Wie könnte man diesen Ort nicht lieben, hier auf den Hügeln des Val d'Elsa, wo man an klaren Tagen die Türme von San Gimignano erblickt. Heute haben wir 88 Ziegen der Rasse Camosciate delle Alpi, die uns eine Milch voller Aromen und Essenzen schenken. Wir produzieren Caprini, Tome mit Blütenrinde, Kohlepyramiden und kleine einzigartige Kreationen. Im Jahr 1970 haben wir uns entschieden, den Weinberg wiederzubeleben, der zu jener Zeit stark ausgebeutet war, gerade wegen der Pfähle und Drähte, und dann die Reben durch Setzlinge zu ersetzen, die von den bestehenden Pflanzen geklont wurden. Am Anfang war der Weg sicherlich mühsam: Wir schafften es, etwa 2000 Flaschen pro Jahr zu produzieren, ein für uns wichtiger Schritt, der es uns ermöglichte, zu lernen, zu verstehen und zu experimentieren, ohne je stillzustehen, sondern im Gegenteil etwas Anderes zu schaffen, etwas Einzigartiges, etwas ganz Eigenes. Kurz darauf, im Jahr 2020, haben wir einen weiteren Hektar mit autochthonen Rotweinsorten, Sangiovese und Ciliegiolo, bepflanzt. Die Philosophie, der wir folgen, ist das biologische Regelwerk, wir verwenden keine synthetischen Produkte. So versuchen wir, unsere Reben bestmöglich wachsen zu lassen: Die Pflanzen entwickeln Widerstandsfähigkeit und passen sich den verschiedenen Veränderungen an. Der biologische Anbau ist für uns eine nachhaltige Lebensweise. Im Keller verarbeiten wir die Trauben mit nicht-invasiven önologischen Verfahren. Wir setzen nicht auf Quantität, sondern auf die Qualität unseres Weins. Wir begleiten und unterstützen alle Prozesse, indem wir der Natur ihren Lauf lassen, sodass der Wein sein volles Potenzial entfalten kann. Wir selbst sind die ersten Konsumenten unserer Produkte.